Nobelpreisträger

Nobelpreise in der klassischen Medizinforschung 

Zur Verjüngung und Gesundung von Körperzellen für einige wenige Auserwählte, steht die Medizin innerhalb der nächsten 20 Jahre vor einem großen Durchbruch.

Nobelpreise, die um die Beeinflussung von Zellen und Genen handeln:

2022
Sequenzierung des Genoms unserer Vorfahren. Der schwedische Forscher Svante Pääbo erhält den Medizin-Nobelpreis. Ihm war in 30jähriger Arbeit die Sequenzierung des Genoms des modernen Menschen (Homo sapiens) und unserer nächsten ausgestorbenen Verwandten, den Neandertalern und der Denisova-Menschen, gelungen. Die Ergebnisse von Pääbo ermöglichen es uns eine der grundlegendsten Fragen überhaupt zu beantworten: Was macht uns einzigartig?".

2021
Erforschung der Sinne. Nobelpreis für Medizin und Physiologie wurde für grundlegende molekulare Prozesse in Zellen verliehen. Ausgezeichnet wurden der US-Amerikaner David Julius und der im Libanon geborene Forscher Ardem Patapoutian für ihre Erforschung der Sinne anhand von Rezeptoren für Temperatur und Druck im Körper. Die Fähigkeit, Hitze, Kälte und Druck zu fühlen, sei überlebenswichtig.

2020
Entdeckung des Hepatitis-C-Virus. Ein Nobelpreis für die Entdeckung eines Virus, das passt eigentlich gut in die momentane Lage. Das Virus, um das es sich dreht, ist das Hepatitis-C-Virus, das sich über infiziertes Blut oder sexuellen Kontakt verbreitet. Ausgezeichnet wurden die drei Wissenschaftler Harvey J. Alter, Michael Houghton und Charles M. Rice, deren Forschungen zur Entdeckung des Hepatitis-C-Virus ausschlaggebend waren..

2019
Zellanpassung an den Sauerstoff. Der Nobelpreis für Medizin geht 2019 an Peter Ratcliffe aus Großbritannien sowie William Kaelin und Gregg Semenza aus den USA. Die drei Forscher entdeckten, wie Zellen den Sauerstoffgehalt in der Umgebung wahrnehmen und sich daran anpassen..

2018
Immunantwort gegen Krebs. Der Nobelpreis für Medizin und Physiologie ging an die Forscher James P. Allison von der Universität Texas in Houston, USA und Tasuku Honjo von der Universität Kyoto in Japan. Sie werden ausgezeichnet für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Krebstherapie. Beide arbeiteten an der sogenannten "Immune Checkpoint Therapy", die es Medizinern ermöglicht, sich das Immunsystem zunutze zu machen, um Krebszellen zu attackieren.

2017
Der Chemie Nobelpreis geht an Joachim Frank, Jacques Dubochet und Richard Henderson für die Entwicklung der "Kryo-Elektronenmikroskopie zur hochauflösenden Strukturbestimmung von Biomolekülen in Lösungen und somit das erste Mal  eine vereinfachte und verbesserte Sichtbarmachung von Proteinen, DNA-Molekülen, Viren und Bakterien“

2015
Der Chemie Nobelpreis geht an Tomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar, die erforscht haben, wie man beschädigte DNA reparieren kann und somit das Erbgut erhalten werden kann.

2014
Den Chemie Nobelpreis, der um die Beeinflussung von Zellen und Genen handelt, erhalten Stefan Hell, Eric Betzig und William Moerner für die Erfindung des "Nanoskops". Dadurch wurde es möglich, Auflösungen jenseits des Abbe-Limits zu erzielen.

2013
Thomas Südhof, James Rothman und Randy Schekman erhalten einen Nobelpreis. Die drei Wissenschaftler werden für ihre Erkenntnisse über Transportsysteme in Zellen ausgezeichnet. Defekte im Transportsystem bilden die Grundlage von Immunkrankheiten, Diabetes, Tetanus und Störungen im Hormonsystem sowie bei den Nervenleitungen und vielen anderen Krankheiten.

2012
Erhalten einen Nobelpreis John Gurdon (Großbritannien) und Shinya Yamanaka (Japan). Ihre Forschung ergab: eigene ausgereifte Körperzellen können in ihren früheren Zustand zurück versetzt und sich dann in gewünschte, spezialisierte, jüngere und gesunde eigene z.B. Nerven-, Herz-, Nieren-Zellen verwandelt werden.

2011
Bruce Beutler (USA) und Jules Hoffmann (Frankreich) erhalten einen Nobelpreis für Arbeiten zur Alarmierung des angeborenen Abwehrsystems. Ralph Steinman, Kanada, entdeckte Zellen, die das erworbene Immunsystem aktivieren.

2009
Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak (alle USA) erhalten einen Nobelpreis für die Erforschung der Zellalterung. Die Wissenschafter entdeckten und charakterisierten das Enzym Telomerase, das für die Stabilität des menschlichen Erbguts wichtig ist.

2007
Nobelpreis für Mario R. Capecchi , Oliver Smithies (beide USA) und Sir Martin J. Evans (Großbritannien) für eine genetische Technik, um bei Versuchsmäusen menschliche Krankheiten zu schaffen.

2006
Andrew Z. Fire und Craig C. Mello erhalten einen Nobelpreis für eine Technik, mit der sich Gene gezielt stumm schalten lassen.

2002
Sydney Brenner (Großbritannien), H. Robert Horvitz (USA) und John E. Sulston (Großbritannien) erhalten einen Nobelpreis für die Erforschung des programmierten Zelltods (Apoptose).

2001
Nobelpreis für Leland H. Hartwell (USA), Sir Paul M. Nurse (Großbritannien) und R. Timothy Hunt (Großbritannien) für Erkenntnisse über die Zellteilung.

2000
Arvid Carlsson (Schweden), Paul Greengard (USA) und Eric Kandel (USA) für ihre Entdeckungen zur Signalübertragung im Nervensystem.

1999
Günter Blobel (USA) erhält den Nobelpreis für seine Arbeiten über den Transport von Proteinen in der Zelle. Seit dieser Zeit gewinnt die Zellforschungforschung mehr an öffentlichem Gewicht.








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